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Wie man aus den wissenschaftlichen
Fakten entnehmen kann, haben die wechselnden Temperaturen
im Laufe der Erdgeschichte viele Ursachen. Diese wirken
entweder erdgeschichtlich längerfristig und oft nicht
in menschlichen Lebenszeiträumen oder in historischen
Zeitabschnitten.
Dazu gehören Effekte aufgrund von Änderungen
der Sonnenaktivitäten, Änderungen der Kosmischen
Strahlung oder Meteoriteneinschläge größeren
Ausmaßes, Klimaphänomenen wie El Nino,
Vulkanausbrüche, die auch innerhalb der menschlichen
Generationszeit von 25 Jahren zu beobachten sind.
Eine wichtige Ursache
langfristiger Klimaänderungen sind die Milankovitch-Zyklen.
Dies sind zyklische Änderungen der Wärme auf der
Erde entsprechend dem Wasserzyklus. Der serbische
Astrophysiker Milutin Milankovitch lieferte 1941
Formeln zur Berechnung dieser zyklischen Vorgänge,
die 35 Jahre später bewiesen wurden.
Dieser Wasserzyklus hat mehrere Komponenten. Am besten kennen
wir den Wasserzyklus, der mit dem Verdampfen zu Wolken und
dem anschließenden Niederschlag zu tun hat.
Es gibt ebenfalls einen Zyklus von Meeresströmungen,
die stark das Wetter von Küstenregionen bestimmen (z.B.
der Golfstrom bringt warmes Wasser aus der Karibik nach
England, das dadurch ein wesentlich wärmeres Klima
erhält.
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Ein anderer Aspekt der Wasserzyklen sind
die Eiszeiten, die innerhalb tausender bzw. Millionen Jahre
auftreten.
Die Ursache für die Zyklen in den letzten 450 000 Jahren
ist in den Milankovitch Zyklen zu sehen.
Wie die obige Zeichnung zeigt dreht sich die Erde um ihre
Achse und taumelt wie ein Kreisel um eine weitere, größere
Achse. Diese Kreiselbewegung erscheint alle 26,000
Jahre.
Ebenfalls gibt es eine kleine Änderung
der Neigung der Erdachse (von ca. 24.5° zu 22.5°),
mit einer Periodendauer von ca. 41 000 Jahren.
Beispiel: Das Mittelalterliche Optimum von ca. 900 - 1450 n. C. wurde vermutlich durch eine Änderung der Erdachsenneigung mitverursacht.
Beweis: Alte Seekarten des ausgehenden Mittelalters ermöglichen eine Berechnung einer veränderten Erdachsenneigung. Der Äquator war damals 3°40´N nördlicher, d.h. z.B. Grönland lag ca. 400 km südlicher.(15) Historische Archive in Oslo über die größten Grundbesitzer Grönlands von 1408 berichten über Lage, Beschaffenheit und Größe der Besitztümer. Danach war Grönland von Frühjahr bis Herbst eine grüne Insel, auf der riesige Schafs- und Rinderherden auf saftigen Wiesen weideten. Viele andere historische Quellen belegen das wärmere Klima damals ebenfalls.
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Letztlich ist ein Effekt festzustellen,
der alle ca 100 000 Jahre auftritt. Die Form der
Umlaufbahn ändert sich von elliptisch auf annähernd kreisförmig. Als Nettoeffekt ergibt sich eine langsame Änderung der Erdachsenorientierung. Zur Zeit neigt
sich die nördliche Hemisphäre im Winter weg von
der Sonne, wo die Erde der Sonne normalerweise am nähsten
ist. In ca 11,500 Jahren wird das genau umgekehrt sein.
Milankovitch folgerte, daß das Erscheinen der Eiszeiten Folge dieser Effekte sind und dies die aktuelle Wärme
in bestimmten Erdzonen bewirkt.
Die Kombination der Effekte ist für die relative Stärke
von Sommer und Winter verantwortlich und kontrolliert die
Bildung und Abschmelzung von Eisschichten ( 1).
Der arktische Ozean samt Eisschicht
spielt eine bedeutende Rolle in der globalen Wärmebilanz.
Den Zusammenhang gibt das "Arctic Ocean Model"
wieder.
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Bildquelle: (14)
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Ist der arktische Ozean gefroren
wie heute, verhindert er die Verdunstung des Wassers in
die Atmosphäre und dessen Rückkehr als Schnee.
Wenn dann weniger Schnee vorhanden ist, um die arktische
Eiskappe wiederaufzufüllen schrumpft diese. Dies ist
wahrscheinlich mit der Grund für die derzeitige Situation.
Schmilzt die Eiskappe, wenn sich die Erde
erwärmt, öffnet sich wieder der arktische Ozean.
Dadurch kann mehr Strahlung absorbiert werden und die Temperatur
steigt weiter (=Albedo/Temperatur feedback loop)
. Irgendwann ist dann wieder genügend Wasser für
die Verdunstung da und das Wasser kommt als Schnee wieder
zurück, die Eiskappe vergrößert sich wieder.
Dadurch kann auch mehr Wärmestrahlung an der Eisoberfläche
reflektiert werden. Dadurch sinkt die Temperatur, ein neuer
Zyklus und ein neues Eiszeitalter beginnt (2).

Die Abbildung oben zeigt die Entwicklung
des Eisvolumens der Arktis zwischen 1951 und 2000 (10).
Die Dicke variiert zeitabhängig. Insgesamt ist eine
Reduktion von ca. 4%/Dekade zu verzeichnen.

Eismassenausbreitung in
der Arktis (12)
Die Ursache liegt an der verlängerten
Sommerzeit und widerspricht den CO2-abhängigen
Modellen.(11). Die Eismasse der Antarktis nimmt dagegen
zu.
Gemäß der NASA haben natürliche
ups und downs im Wettersystem nahe Island mit
dem Islandtief zu den regionalen Variationen und der Abnahme
der arktischen Seeeisbedeckung der letzten 20 Jahre geführt.
(13)

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Klimabeeinflussung durch Variation der Sonnenaktivitäten
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Neben der normalen Sonnenstrahlung,
die UV, sichtbares Licht und Wärmestrahlung enthält,
sendet die Sonne auch Partikelstrahlung in den Weltraum
(= Sonnenwind), die zyklisch variiert. Weiterhin variiert
die Umlaufbahn um das Massezentrum des Sonnensystems ebenfalls
in Zyklen. Die variierenden Sonnenaktivitäten
wurden schon beim Kapitel Wärme beschrieben. Sie werden
durch die kosmische Strahlung moduliert. Hier nochmals eine
Zusammenstellung der gemessenen Aktivitäten im Vergleich
mit den Erdtemperaturen (3).



Die oben genannte Variation
der Aktivitäten der Sonne (Sonnenflecken, Sonnenwind)
spiegeln sich z.B. in den Radiocarbon-Daten aus den
unterschiedlichsten Quellen. Beispiel: Jahresringe von
Bäumen (4).

Jahresringe von California
Bristle Cone Pine-Bäumen. (5)
Das Ausmaß der 14C-Produktion
in der Atmosphäre aus 14N2 hängt u.a. von der
variierenden Stärke des Sonnenwindes ab. (6) Da auch
14C in CO2 verstoffwechselt wird und die Konzentrationen
in lebendem Material bekannt ist, kann in fossilem Material
über den 14C-Gehalt auf die Sonnenaktivitäten
bis maximal ca. 50 000 Jahre in der Vergangenheit geschlossen
werden. (Halbwertszeit 14C = 5730 Jahre) Die Variation der
C14 Produktion wird durch die Änderung der solaren
Aktivität verursacht. Ist die Sonnenaktivität
hoch wird wenig C14 produziert entsprechend dem Abschirmeffekt
des Sonnenwindes vor den kosmischen Strahlen.
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Oben ist die Änderung
der 18O-Isotop-Konzentration aus Torf-Cellulose
in Nordostchina über 6000 Jahre zu sehen, die
mit aktuellen 14C-Jahresringen verglichen wurden.
Es fällt ein nahezu identischer Kurvenverlauf
der 18O mit den 14C-Werten auf.
Die Autoren schließen
daraus, daß die Temperatur in den letzten 6000
Jahren hauptsächlich durch die solare Variabilität
gesteuert wurde.
Links ist die 14C-Variaton für
die letzten 1000 Jahre zu sehen.
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Dasselbe
Ergebnis erhält man aus den verschiedensten Daten rund
um die Welt.
Oben
ist eine Stalagmitenanalyse aus Südafrika zu sehen.
Wiederum zeigen sich die bekannten Maxima und Minima der
vergangenen 1000 Jahre: die Warmzeit im Mittelalter und
die kleine Eiszeit um 1700, bzw. der Anstieg danach.
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Klimabeeinflussung durch kosmische Strahlung
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Den Zusammenhang der kosmischen Strahlung
und des Sonnenwindes mit Klimaparametern auf der Erde kann
man in unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten nachlesen.
Dabei wurden meist kosmogene Isotope 14C und 10Be in Sedimenten
oder Eisbohrkernen untersucht, die durch die Wechselwirkung
der kosmischen Strahlung in der oberen Atmosphäre entstehen.
Ein Vergleich mit aus 18O rekonstruierter Feuchtigkeits-
bzw. Temperaturschwankungen ergab eine verblüffende
Korrelation sowohl im Nordatlantik als auch in anderen Gegenden
der Welt. Dies kann sowohl in kürzeren als auch längeren
erdgeschichtlichen Zeitabschnitten nachgewiesen werden.
Seit der letzten Eiszeit zeigen dies z.B. die Bondzyklen
in Form abrupter Klimazyklen.


Die nachfolgende
Abbildung kennen wir schon aus dem Kapitel Globale Erwärmung
früher. Hier wurden alle bisherigen Proxydaten
zur Temperaturrekonstruktion zusammengefaßt. Als Ergebnis
sieht man seit dem Kambrium eine auf hohem Niveau liegende
Globaltemperatur, durch 4 Kaltzeiten unterbrochen, die ca.
150 Millionen Jahre auseinanderliegen.

Dieser langfristige
globale Klimazyklus konnte nun durch Prof. Veizer und Dr.
Shaviv (7 ) geklärt werden. Er wird durch zyklische
Schwankungen der kosmischen Strahlung ( H+-Ionen,
Helium-Kerne) verursacht.
Strahlungspartikel erzeugen beim Auftreffen
auf z.B. Wasserdampf in der Atmosphäre auf bisher nicht
ganz geklärte Weise sog. Keime, die zur Kondensation
und somit zur Wolkenbildung führen (siehe Kapitel
Wärme/Wolken).
Diese Kausalität steht
in Einklang mit den Ergebnissen von Satellitenbeobachtungen
der letzten Jahre. Wolken schirmen die Erde vor der Sonnenwärme
ab, indem sie die thermische Energie ins All zurückstrahlen
(Albedo). Umgekehrt bilden sich bei geringer kosmischer
Strahlung weniger Wolken, die Sonne kann die Erde erwärmen.

Der Einfall kosmischer Strahlung
auf der Erde hängt neben der Beeinflussung durch
die Sonnenaktivitäten davon ab, wo in der Galaxie
sich unser Sonnensystem gerade befindet. Die Strahlung ist
dort am stärksten, wo sich neue Sterne bilden, was
in den spiralförmigen Armen der Milchstraße der
Fall ist. Wenn wir etwa alle 150 Mio. Jahre einen solchen
Arm passieren, steigt die Strahlungsintensität an und
es kommt zu einer Kälteperiode. Die Klimavariationen
durch diese Passagen sind ca. zehnmal so stark wie die durch
die Sonne verursachten.


Bei größerer
Sonnenaktivität wächst auch das Magnetfeld
der Sonne und kosmische Strahlung wird von der Erde weglenkt.
Es treffen also weniger kosmische Partikel auf die Atmosphäre,
es entwickeln sich weniger Wolken und es wird wärmer.
Die Paläodaten für CO2 zeigen keine Korrelation
mit dem 150 Millionen Jahre- Zyklus. Dazu müßte
die damalige CO2-Konzentration um 100- 1000 fach höher
gewesen sein, was nicht nachgewiesen werden konnte.
Noch 2001 schrieb das IPCC
im Zwischenbericht (http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/wg1/246.htm
):
"We conclude that
mechanisms for the amplification of solar forcing are not
well established. Variations in ultraviolet and solar-induced
changes in O3 may have a small effect on radiative forcing
but additionally may affect climate through changing the
distribution of solar heating and thus indirectly through
a dynamical response. At present there is insufficient evidence
to confirm that cloud cover responds to solar variability."
Dies wurde geschrieben, obwohl
schon 2000 Baliunas und Soon den Zusammenhang zwischen der
kosmischen Strahlung und der Wolkenbildung aufgezeigt haben.
(http://www.heartland.org/archives/environment/aug00/milky.htm)
Diese neuen Funde (2003) belegen
die große Bedeutung des Wasserkreislaufs als Klimafaktor,
die kosmische Strahlung als Ursache und stellen die
weitverbreitete Annahme infrage, dass CO2
die treibende Kraft der Erderwärmung sei. (siehe auch:
http://www.env.leeds.ac.uk/publications/ias/pdf/Science_cosmics.pdf)
Fazit:
Die obigen Daten zeigen, aus
unterschiedlichsten Messungen rund um den Globus ( Proxy
und Astronomie): das
20. Jahrhundert ist keinesfalls einzigartig.
Der Temperaturverlauf wird langfristig und kurzfristig solar
bzw. durch kosmische Strahlung gesteuert! Wasser spielt
die wichtigste Rolle.
Quellen:
(1)
http://deschutes.gso.uri.edu/~rutherfo/milankovitch.html
und http://www.ncdc.noaa.gov/paleo/milankovitch.html und http://www.homepage.montana.edu/~geol445/hyperglac/time1/milankov.htm
(2) http://www.acs.ohio-state.edu/researchnews/archive/nowarm.htm
(3) http://www.brighton73.freeserve.co.uk/gw/solar/solar.htm
(4)
http://www.john-daly.com/hockey/hockey.htm
(5)
Tkachuk, 1983
(6)
http://www.sunspot.noao.edu/sunspot/pr/answerbook/sunspots.html
(7) http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2003/msg00202.htm
(8)
Cronin, J.W., 1999 Review of Modern Physics 71 5165.
(9) http://www.marshall.org/;
http://idw-online.de/public/pmid-27936/zeige_pm.html
http://www.co2science.org/journal/2001/v4n22c1.htm
(10) http://www.awi-bremerhaven.de/Modelling/SEAICE/icethick.html
(11) High interannual variability of sea ice thickness in
the Arctic region
SEYMOUR LAXON, NEIL PEACOCK & DOUG SMITH
Nature 425, 947950 (2003); doi:10.1038/nature02050
(http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v425/n6961/abs/nature02050_fs.html&dynoptions=doi1067587838)
(12) http://nsidc.org/sotc/sea_ice.html
(13) http://www.spacedaily.com/news/arctic-01a.html
(14) http://www.ecology.com/ecology-today/earth-warms/
(15) Gavin Mencies: http://www.1421.tv
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