|
|
Sonnenflecken - Sonnenwind
|
Die Oberflächentemperatur
der Sonne variiert cyklisch durch das Auftreten magnetischer Stürme.
Während des Ablaufs solcher Stürme ist die Temperatur
dort um ca. 2000°C geringer, es treten Sonnenflecken auf,
der Bereich ist dunkler.

Am Rand der Flecken werden ca.
6000°C gemessen. Dadurch variiert die abgestrahlte Energie
der Sonne, was sich vornehmlich auf die irdischen Wetterzyklen
auswirkt. Die Zykluszeit beträgt 11 Jahre (7). Die Sonnenflecken
wurden 1613 von Galileo entdeckt, der Zyklus 189 von Heinrich
Schwabe. (1 % output ~ 2.8 oC up). Oben ist die Variation seit
dem 17. Jahrhundert zu sehen. Insgesamt bemerkt man eine Zunahme
der solaren Aktivität in den letzten 3 Jahrhunderten. Es
gibt noch mehrere Zyklen die alle mit Wetterereignissen auf der
Erde korrelieren. Mehr dazu in (11).
Aufgrund der hohen Temperatur der Sonnenkorona
können die in ihr enthaltenen Teilchen eine so hohe Geschwindigkeit
erreichen, dass sie dem Gravitationsfeld der Sonne entfliehen.
Das Gas, das auf diese Weise aus der Sonne austritt, wird als
Sonnenwind bezeichnet.
Die Sonne unseres Systems wirft täglich eine Million Tonnen
Materie in ihre Umgebung aus. Der sogenannte Sonnenwind
bewegt seine Partikel mit einer Geschwindigkeit von 200-800 km/sec.
Eine ungeheure Kraft geringer Dichte, denn das Plasma beinhaltet
nur 6 Partikel pro Kubikmeter jedes Ausstoßes aus der Korona.
Der Sonnenwind besteht hauptsächlich aus geladenen
Teilchen, d.h. Ionen, Alpha-Teilchen und Elektronen.
Diese treten in Wechselwirkung mit der Atmosphäre und dem
Magnetfeld der Erde.
|

Sonnenwind,
der auf das Magnetfeld der Erde trifft
(Quelle: NASA)
|
|
Polarlichter
entstehen durch die Wechselwirkung zwischen dem Erdmagnetfeld
und geladenen Teilchen von der Sonne, dem Sonnenwind. Wissenschaftler
aus Dänemark konnten einen Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität
und der Wolkenbildung nachweisen. Wolken reflektieren die
langwellige Wärmestrahlung auf die Erde zurück. Dies
trägt ebenfalls zur Temperaturänderung auf der Erdoberfläche
bei (8,11).
Dieser Sonnenwind hat seit 1901
um den Faktor 2,3 zugenommen; parallel dazu beobachtet man ein
leichte Erhöhung der Erdoberflächentemperatur. (1 %
mehr Output ~ 2.8 °C Erwärmung; siehe Abbildungen unten
(9)). Seit ca. 1950 vermindert sich die Sonnenfleckenintensität.
Weiterhin hat die Feldstärke
des irdischen Magnetfeldes seit 150 Jahren um 10% abgenommen,
wie die NASA aufgrund Messungen seit 1865 mitteilte. (13 und Abb.
unten) Dadurch verstärkt sich die Wechselwirkung des Sonnenwindes
mit der Atmosphäre was eine Erhöhung wärmeproduzierender
Reaktionen in der Atmosphäre und Zerstörung der Ozonschicht
zur Folge hat. Genau dies konnte man im 20. Jahrhundert -wie bekannt
- messen. Laut NASA zerstören Sonneneruptionen
wie z.B. die 2000 (14) ca. 9% des Ozon
in 15-50 Km Höhe und bis zu 70% in
50 -90 km Höhe.
Wie man an
der Abbildung oben links sehen kann steigt die Wärmestrahlung
der Sonne seit ca. 300 Jahren an und stagniert seit 1990.
Die Sonne ist verantwortlich, daß die meisten kosmischen
Strahlen von der Erde abgelenkt werden. Das magnetische Feld der
Sonne und die Sonnenfleckenaktivität ist jedoch nicht konstant.
Die kleine Eiszeit (Maunder
Minimum (1645-1715 AD) zeigt den
Einfluß des solaren Magnetfelds auf die globale Abkühlung.
Während einer 30 jährigen Periode von 1672-1699 AD konnte
man weniger 50 Sonnenflecken entdecken während im 20. Jahrhundert
im gleichen Zeitraum ca. 40,000-50,000 Sonnenflecken entstanden.
Während der kleinen Eiszeit gab es kaum Sonnenwind, was mehr
kosmische Strahlung zur Erde brachte und dies führte zur
mehr Wolkenbildung und einer erheblichen Abkühlung der Erdoberfläche.
Diese Zeit war die kälteste der letzten 2,000 Jahre.

Global Warming
entsteht in Abwesenheit globaler Abkühlung. Wenn die
Sonnenflecken maximal sind, werden die meisten kosm. Strahlen
von der Erde abgelenkt und der Planet wärmt sich auf. Die
abrupten Erwärmungen um 1816, 1834, 1879, 1916 und 1937,
die man z.B. in Jahresringen von Bäumen in Alaska finden
kann unterstützen diese Theorie.
Die solare Aktivität während des 22 jährigen Sonnenfleckenzyklus (Hale-Zyklus) ist auch für zyklische Niederschläge verantwortlich, wie Alexander et al. mehrfach nachgewiesen hat.

Die Auswirkung abnehmender Sonnenflecken auf die Temperatur ist in der nachfolgenden Abbildung zu sehen:

Deshalb ist mit einer dramatischen Abkühlung in den nächsten Jahren zu rechnen, ähnlich der kleinen Eiszeit um 1650.
Dr. Theodor Landscheidt, der sich
intensiv mit solaren Zyklen beschäftigt prognostiziert aufgrund
des 83 jährigen Gleissbergzyklus,
dessen Minima immer mit einer kleinen Eiszeit korrelieren ein
solche Eiszeit bis zum Jahr 2030 (12). Beim Gleissberg
Zyklus ändern sich die Rotationskräfte, die die
Sonnenbewegung um das Massenzentrum des Sonnensystems steuert
in einem 83-jährigen Zyklus. Maxima bedeuten relativ hohe
Temperaturen, Minima kleine Eiszeiten.
Dieser Zyklus ist die 2. harmonische Schwingung eines 166-jährigen
Zyklus und moduliert den 11-jährigen Sonnenzyklus.

Ein Vergleich mit den tatsächlich
stattgefundenen Ereignissen ist augenfällig. 1120 fand ein
außergewöhnliches Maximum statt (Maximum der Mittelalterlichem
Warmzeit), ca. 1670 ein Minimum (Kleine Eiszeit). Auch die 1947,
1976, 1983 aufgetretenen Temperaurmaxima decken sich mit diesen
Zyklen bzw. der solaren Aktivität.
|