Pole, Gletscher, Meeresspiegel


Eine der Folgen der "globalen Erwärmung" soll eine Erhöhung des Meeresspiegels sein. Wenn Wasser sich erwärmt, dehnt es sich aus. Weiterhin befürchtet man ein Abschmelzen der Gletscher und der Polkappen, und damit verstärkte Zuflüsse ins Meer.

Pole (Arktis, Antarktis) und Grönland:


Zunächst muß man wissen, daß die Eismassen der Antarktis (Südpol) und Grönlands ca. 99,5% der gesamten Eisfläche der Erde ausmachen.

Die Arktis

Die arktische Eisfläche besteht im Gegensatz zum Landeis von Grönland und der Antarktis aus auf dem arktischen Ozean schwimmendem Seeeis. Der arktische Ozean samt Eisschicht spielt eine bedeutende Rolle in der globalen Wärmebilanz. Den Zusammenhang gibt das "Arctic Ocean Model" wieder.

Bildquelle: (11)

Ist der arktische Ozean gefroren wie heute, verhindert er die Verdunstung des Wassers in die Atmosphäre und dessen Rückkehr als Schnee. Wenn dann weniger Schnee vorhanden ist, um die arktische Eiskappe wiederaufzufüllen schrumpft diese. Dies ist wahrscheinlich mit der Grund für die derzeitige Situation.

Schmilzt die Eiskappe, wenn sich die Erde erwärmt, öffnet sich wieder der arktische Ozean. Dadurch kann mehr Strahlung absorbiert werden und die Temperatur steigt weiter (=Albedo/Temperatur feedback loop) . Irgendwann ist dann wieder genügend Wasser für die Verdunstung da und das Wasser kommt als Schnee wieder zurück, die Eiskappe vergrößert sich wieder. Dadurch kann auch mehr Wärmestrahlung an der Eisoberfläche reflektiert werden. Dadurch sinkt die Temperatur, ein neuer Zyklus und ein neues Eiszeitalter beginnt (12). Innerhalb der letzten 200 Jahre fiel die Temperatur schon zwei mal über mehrere Jahrzehnte um ca 0,5°C ab, obwohl die CO2-Konzentration anstieg. Seit 1950 sank die Temperatur der Arktis bis heute um ca. 0,4°C (18)

Die Abbildung oben zeigt die Entwicklung des Eisvolumens der Arktis zwischen 1951 und 2000 (13). Die Dicke variiert zeitabhängig. Insgesamt ist im Bezugszeitraum eine Reduktion von ca. 4%/Dekade zu verzeichnen.

Eismassenausbreitung in der Arktis (12)

Die Ursache liegt an der verlängerten Sommerzeit und widerspricht den CO2-abhängigen Modellen.(14). Die Eismasse der Antarktis nimmt dagegen zu.

Gemäß der NASA haben natürliche “ups und downs” im Wettersystem nahe Island mit dem Islandtief zu den regionalen Variationen und der Abnahme der arktischen Seeeisbedeckung der letzten 20 Jahre geführt. (15)

Grönland

Die Landeismasse von Grönland beträgt ca. 10 % des Gesamteises. Atkins et al. fanden seit 1993 keine Veränderung der Eismasse Grönlands.

Andere Forscher wie. z.B. in den Geophysical Research Letters zu lesen fanden, daß die Eismasse Westgrönlands seit 1980 um über 20 cm dicker geworden ist.
Alley et al. behaupten in einer Studie in Science 2005 (22), daß die Eisdecke Grönlands durch künfiges global warming total abschmelzen wird. Sie fanden einen Netto Eismassenverlust z.B. zwischen 1993-94 oder 98/99 von 54 GT/Jahr.
Genau das Gegenteil stellte Johannessen et al 2005 in Scienceexpress (24) fest. Johannessen weist nach, daß die verwendeten stichprobenartigen Messmethoden irreführende Ergebnisse liefern und er erarbeitete für das gesamte Grönland eine satelliten-gestützte Höchenberechnung der Eisdecke für 11 Jahre (1992-2003). Ergebnis: Unterhalb 1500m erfolgte eine Abnahme der Eisdecke um 2 cm/Jahr, oberhalb 1500 m eine Zunahme von 6,4 cm /Jahr.
Im Mittel über ganz Grönland ergab sich eine Zunahme von 5,5 cm /Jahr!

 

Antarktis

Gegen die Eismassen der Antarktis hat alles Eis in mittleren Breitengraden (ca. 0,5%) wenig Auswirkung auf z.B. die Meeresspiegel. Wie Forscher der Universität von Colorado feststellten, gibt es keine Anzeichen, daß die Eismassen der Antarktis als Ganzes schmelzen. Dagegen wurde festgestellt, daß es dort in den letzten Jahren um ca. 0,5°C kälter wurde.


Gletscher:

Allgemein verbreitet ist die Meinung, daß die Gletscher der Erde derzeit an Masse verloren haben (=abschmelzen). Im IPCC Zustandsbericht von 2001 steht: "Seit den 60er Jahren wurde ein etwa 10%iger Rückgang der Schneebedeckung aus Satellitendaten ermittelt. Während die polaren Regionen einem besonders stabilen Haushalt unterliegen, ist ein allgemeiner Rückgang der Inlandvergletscherung in den anderen Regionen festzustellen."(7) Der IPCC-Bericht verweist z.B. auf die zurückgegangene Gletscherlänge von 20 Gletschern weltweit. Aufgrund dieser Aussage wird allgemein angenommen: "Gletscher schmelzen derzeit"

Noch in der aktuellen Studie des BMBF zum Klimawandel (2003; (8)) heißt es: "Die Schnee-und Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel wird weiter abnehmen. Auch die Gletscher und Eiskappen werden sich weiter zurückziehen." Diese Angaben lassen unsere Geschichte völlig außer Acht und sind stark spekulativ bzw. falsch.

Betrachtet man unsere Geschichte der letzten 2000 Jahren, hatten wir schon mehrfach eine Ab- und Zunahme der Vereisung und Vergletscherung. Hier eine kurze Chronologie (25,26)

400 v.Chr. Die Alpengletscher waren wesentlich kleiner wie heute, die Baumgrenze lag höher, auf über 2000 m wurde im heutigen Östereich Gold und Silber abgebaut. 2003 wurden während des heißen Sommers wieder Stolleneingänge freigelegt.

800-1000: Alpengletscher und Islandgletscher waren viel kleiner (25); Die Wachstumsgrenze von Bäumen in Kanada war weit nördlicher als heute; Besiedlung Grönlands begann.
1020-1200: Minimales Seeeis um Island
1200-1350: Gletscher in Island und Europa beginnen wieder zu wachsen; Weinberge verschwinden in England; Seeroute von Grönland westlich nach Island unpassierbar wegen Packeis.
1380-1460: Minimales Seeeis um Island; 1421 umfahren chinesische Seefahrer Grönland und die Nordmeere (Sibieren).(26) Dies ist heute unmöglich. Das Jahr 1540 war eines der heißesten des Jahrtausends.


1560-1610:
Großes Wachstum der meisten Gletscher der Nordhemisphäre
1640-1650: Gletschermaximum in der Schweiz.
1670-1705: Gletschermaximum in Österreich; Island vollständig von Packeis umgeben

1720-1750: Gletschermaximum in Norwegen.
1816-1825: Kleineres Wachstum der Gletscher.
1850-1890: Gletschermaximum in Kanada/Island.
1900 - Alpengletscher ziehen sich zurück

Tatsächlich wissen wir noch zu wenig über den aktuellen Zustand der Gletscher der gesamten Erde, da bisher von den ca. 160 000 Gletschern erst 67 000 (= 42%) bezüglich einer Massenbilanz untersucht wurden (5). Für ca. 200 wurde eine 1-jährige Massenbilanz erstellt (6) und von 115 kennt man die Massenbilanz über 5 Jahre, von 79 die im Sommer und Winter Nur 42 Gletscher wurden so über 10 Jahre untersucht (0,026%!!!).

Eine aktuelle Übersicht über den Zustand (Massenbilanz) von 246 Gletscher zwischen 1946 and 1995 hat R.J. Braithwaite 2002 vorgestellt. In " Glacier mass balance: the first 50 years of international monitoring" (Progress in Physical Geography 26: 76-95) (9) weist der Autor nach, daß es weltweit keinen Trend zum Abschmelzen der Gletscher gibt. Dagegen entwickeln sich die Gletscher lokal unterschiedlich. Innerhalb Europas schrumpfen die alpinen Gletscher,


Der Aletsch-Gletscher 1979 - 2002 (Schweiz)
Abnahme (= negative Massenbilanz)

Der Storgletscher 1987 (Schweden, 18)
untersucht seit 1946; Zunahme (= positive Bilanz)

die skandinavischen nehmen an Eismasse zu und die kaukasischen Gletscher sind stabil geblieben.

Im Verlauf des Jahres 2006, mit dem kältesten Winter seit Temperaturaufzeichnung in Neuseeland und Australien wurde festgestellt, daß alle Gletscher in dieser Region wieder zunehmen, nachdem sie seit der kleinen Eiszeit an Masse abgenommen haben. Z.B. die Masse des Franz.Josef-Gletschers in Neuseeland nimmt seit einigen Jahren wieder mit ca.durchschnittlich 30m/Jahr zu. Hier die gemessene Temperaturentwicklung in Neuseeland im Vergleich zur Gletscherbewegung der letzten 140 Jahre (29, 30, 31):

Viele andere wachsende Gletscher findet man hier (28).

 

Messungen der Meerespiegel:

"Pegelmessungen über 3 Jahrzehnte in Tuvalu, einem kleinen pazifischen Inselstaat, und in Diego Garcia, dem englischen Flottenstützpunkt mitten im Indischen Ozean, zeigten keine Veränderung des Meeresspiegels. (Bild unten) Lediglich von Zeit zu Zeit, wenn der Wind den El-Niño-Strom nach Osten trieb, sank der Meeresspiegel für einige Zeit um bis zu 30 cm, um anschließend zu normalen Werten zurückzukehren. (Eine dpa-Meldung über den drohenden Untergang von Tuvalu, die ich in der Badischen Zeitung fand, habe ich auf Grund meiner Informationen beanstandet, und 3 Tage später druckte die BZ einen Widerruf, nachdem sie mit dem Konsul von Tuvalu gesprochen hatte)(1).

Entsprechendes gilt für den Inselstaat der Malediven, deren Vertreter in Marrakesch auf die drohende Überflutung ihrer Inseln hingewiesen haben sollen. Eine schwedische Untersuchungskommission unter Leitung eines führenden Experten für die Frage von Meeresspiegelschwankungen (Prof. Mörner) hat das Problem auf den Malediven untersucht und überhaupt keine Zunahme des Meeresspiegels für die letzten 100 Jahre gefunden." (2)

Hier weiter Messungen des Meeresspiegels: (3)

Newcastle II, Australien

Die Liste der Abbildungen könnte man beliebig weiterführen.

Die INQUA commission on sea level changes and coastal evolution ( 20.) erforscht alle Faktoren, die den Meeresspiegel beeinflussen.

Prof. Nils Axel Mörner (Präsident der INQUA 1990-2003) hat eine einfache Erklärung, warum der Meeresspiegel NICHT wie vom IPCC propagiert steigen kann:

1 When the world was emerging from the last ice age, the sea level was about 120 metres lower than it is now. The sea level rose at a steady rate of 1 metre per century.

2 This sea level rise was a result of huge ice sheets covering the United States, Canada, Europe and parts of the southern hemisphere contributing huge quantities of melt water.

3 If we experienced a similar temperature rise now - and this is most unlikely - the only major ice sheet that would melt is Greenland  - and, maybe, the West Antarctic ice sheet. (5% of Antarctica)

4 The surface area of these two ice sheets is only a fraction of the surface area of the ice sheets that formed during the ice age.

5 Therefore, future global warming - if it happens - cannot raise the sea level at the rate greater than something like 20 centimetres per century.

6 This is a very low rate and consistent with the sea level rise in the last century.

7 Deshalb besteht keine Gefahr durch Meeresspiegelanstieg und keine Notwendigkeit einer Anapssung.

--------------

Für den Anstieg der Meeresspiegel wurde bisher immer das Abschmelzen der Pole angeführt. Tatsächlich wurde es in der Arktis wärmer und die Sommer dort länger jedoch in der Antarktis kälter. Den Beweis, daß die seit ca. 1965 beobachtete Schmelze des arktischen Eises natürliche Ursachen hat, nämlich die Verlängerung der arktischen Sommer lieferten 2003 SEYMOUR LAXON, NEIL PEACOCK & DOUG SMITH; Nature 425, 947–950 (2003); doi:10.1038/nature02050
(http://www.nature.com/nature/links/031030/031030-5.html):

Den Beweis, daß es derzeit keine größeren Meersspiegelanstiege gibt, liefert eine aktuelle Zusammenfassung der INQUA Commission on Sea Level Changes and Coastal Evolution aller verfügbaren Daten bezüglich Meeresspiegel "A History and Projection of Global Sea Level "von Moerner et al. 2004 (http://www.co2science.org/). Darin wird eindeutig nachgewiesen, daß es seit ca. 150 Jahren KEINEN Trend zu einer beschleunigten Meeresspiegelerhöhung gibt im Gegensatz zu den Aussagen IPCC!

Fazit: Es gibt außer den natürlichen Schwankungen keinen anthropogen verursachen Anstieg der Meeresspiegel!

Und hier die Entwicklung des Meeresspiegels innerhalb 200 Jahren:

Theoretische Betrachtung:

Die Existenz der sog. Treibhausgase, hat nichts mit dem Schmelzen von Eismassen zu tun. Die Menge des globalen Eises verändert sich zyklisch im Laufe der Erdgeschichte.

Tom V. Segalstad vom Mineralogical-Geological Museum, University of Oslo hat folgende Berechnung gemacht:

Die gesamte innere Energie aller Ozeane ist 1.6 x 1027 Joule, ca. 2000 x größer als die gesamte innere Energie 9.4 x 1023 Joule der Atmosphäre (alle Zahlen bezogen auf O°K; Peixoto & Oort, 1992).

Weiterhin beträgt die Masse aller Eisflächen der Erde (Land )ca. 3.3 x 1022 g. Diese ist wesentlich an der Wärmeabfuhr für die Atmosphäre und den Ozeanen beteiligt und spielt deshalb eine wichtige Rolle für das irdische Klima.

Zur Abschmelzung ist eine Schmelzwärme von ca. 9.3 x 1024 Joule notwendig, was ausreichen würde, die Ozeane um ca. 2° C (5.8 x 1024 Joule/° C) zu kühlen. Zum Vergleich: die Energie um die gesamte Atmosphäre 1 °C zu erwärmen beträgt nur 5.1 x 1021 Joule (Oerlemans & van der Veen, 1984).

Deshalb ist es unmöglich die Eiskappen der Erde abzuschmelzen und damit den Meeresspiegel zu erhöhen, indem man die Wärme der Atmosphäre um ein paar % erhöht (z.B. durch die Zugabe wärmeabsorbierendem anthropogenem CO2 in der Troposphäre (4).

Quellen:

(1) http://www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html
(2) http://www.john-daly.com/press/
(3) http://www.findarticles.com/p/articles/mi_qa3712/is_199909/ai_n8868376
(4) http://www.uio.no/%7Etomvs/esef/esef0.htm
(5) Kieffer et al., 2000
(6) Braithwaite and Zhang, 2000 http://www.glaciologia.cl/textos/braithwaite2.pdf
(7) http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/ipcc2001/gletscher-1.html
(8) http://www.bmbf.de/
(9) http://www.co2science.org/ und http://www.co2science.org/
(10) http://www.antarctica.ac.uk/BAS_Science/Highlights/1999/glaciermass.html
(11) http://www.ecology.com/ecology-today/earth-warms/
(12) http://researchnews.osu.edu/archive/nowarm.htm
(13) http://www.awi-bremerhaven.de/Modelling/SEAICE/icethick.html
(14) High interannual variability of sea ice thickness in the Arctic region
SEYMOUR LAXON, NEIL PEACOCK & DOUG SMITH
Nature 425, 947–950 (2003); doi:10.1038/nature02050 (http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v425/n6961/abs/nature02050_fs.html&dynoptions=doi1067587838)
(15) http://www.spacedaily.com/news/arctic-01a.html
(16) http://www.co2science.org/
(17) http://www.earthfiles.com/news/news.cfm?ID=605&category=Environment
(18) http://www.geo.unizh.ch/wgms/mbb/mbb4/chapter3/storglaciaeren.html
(19) Overpeck et. al 1997 http://www.ngdc.noaa.gov/paleo/sciencepub/front.htm
(20) http://www.co2science.org/scripts/CO2ScienceB2C/articles/V7/N5/C3.jsp und http://www.junkscience.com/jan04/nils-morner_1.pdf
(21) Mörner, N.-A. 2004. Estimating future sea level changes from past records. Global
and Planetary Change 40: 49-54. http://www.co2science.org/
(22) Alley, R.B., Clark, P.U., Huybrechts, P. and Joughin, I. 2005. Ice-sheet and sea-level changes. Science 310: 456-460.
(24) Johannessen, O.M., Khvorostovsky, K., Miles, M.W. and Bobylev, L.P. 2005. Recent ice-sheet growth in the interior of Greenland. Sciencexpress / www.sciencexpress.org / 20 October 2005.
(25) Detailed Chronology of Late Holocene Climatic Change; James S. Aber
http://academic.emporia.edu/aberjame/ice/lec19/holocene.htm
(26) Lamb 1977, Aber 2000
(27) http://www.1421.tv/
(28) http://www.iceagenow.com/List_of_Expanding_Glaciers.htm
(29) http://nzphoto.tripod.com/south/04Glaciers.htm
(30) http://pubs.usgs.gov/prof/p1386h/nzealand/nzfig13.html
(31) http://www.niwascience.co.nz/ncc/clivar/pastclimate
(32)
Jevrejeva, S., Grinsted, A., Moore, J.C. and Holgate, S. 2006. Nonlinear trends and multiyear cycles in sea level records. Journal of Geophysical Research 111: 10.1029/2005JC003229.

http://www.co2science.org/scripts/CO2ScienceB2C/articles/V9/N42/EDIT.jsp